Vorträge

„Irgendwann wird es … , aber nicht wieder.“
Brüche in der Seelenlandschaft nach dem Tod eines Kindes während der Schwangerschaft oder Geburt sowie der lange Weg der Integration

Der frühe Tod eines Kindes während der Schwangerschaft oder Geburt wird von vielen Betroffenen als schwer beschreibbare Erschütterung erlebt, die die gesamte Existenz betrifft. Nichts wird je wieder so sein, wie es vorher war.

Anhand von kurzen Fallvignetten und der Reflexion von theoretischen Konzepten gehe ich der Frage nach, wie Betroffene diese Erfahrung erleben und welche Aspekte die damit einhergehenden Trauerprozesse erschweren. Wie kann eine Integration des Erlebten in die eigene Identität gelingen? Letztlich werde ich mich auch damit auseinandersetzen, was für PsychotherapeutInnen nützlich ist, um Betroffene auf diesem Weg zu begleiten.

Das Kind, das ich nie hatte …
Wenn ein Kind während der Schwangerschaft oder bei der Geburt stirbt

Wenn ein Baby während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach stirbt, stürzt für die Eltern eine Welt ein. Die betroffenen Eltern stoßen jedoch mit ihrer Trauer in ihrer Umwelt oft auf Unverständnis und eine Mauer des Schweigens. Vor allem wenn das Kind im Mutterleib stirbt, hat es manchmal für Außenstehende “noch gar nicht gelebt”.

Trauernde Eltern haben nicht nur den Tod des Kindes zu verkraften, sondern auch eine Umwelt, die sich so verhält, als habe ihr Kind nie existiert. Das führt dazu, dass die heftigen Gefühle, die mit dem Tod des Kindes einhergehen, von Eltern verschwiegen werden bzw. sich Betroffene ihre Trauer gar nicht gestatten. Die Tragweite dieser Thematik wird häufig verkannt.

Zwischen Hoffen und Bangen
Wenn eine Frau nach dem Tod ihres Kind während der Schwangerschaft oder Geburt wieder schwanger wird

Der Tod des eigenen Kindes hat starken Einfluss auf das Leben der betroffenen Frau und ihres Partners und prägt auch eine nachfolgende Schwangerschaft. Während das Umfeld des Paares auf Vergessen oder Heilung von der Trauer durch eine erneute Schwangerschaft hofft, sind viele Betroffene allein mit ihren Ängsten, wechselnden Stimmungen und Erinnerungen.

Betroffene fragen sich oft, ob ihre Gefühle und Sorgen normal sind.

Schadet es diesem Kind, wenn betroffene Frauen nicht so unbeschwert und gelassen sind, wie es bisweilen von Schwangeren erwartet wird? Welche Auswirkungen kann eine Nachfolgeschwangerschaft für die Frau, ihren Partner, das Kind und mögliche Geschwisterkinder haben?

Innere Bilder als heilsame Kraft

Wir alle sehnen uns nach einer glücklichen Partnerschaft, beruflichem Erfolg und/oder der Erfüllung eines besonderen Wunsches. Die meiste Zeit unseres Lebens beschäftigen wir uns jedoch damit, die Steine aus dem Weg zu räumen, die uns daran hindern, voranzukommen und glücklich zu sein.

Jeder Mensch besitzt in sich das Wissen und die Selbstheilungskräfte, um innere Wunden zu heilen und sein Lebensglück zu finden. Die angeborene Fähigkeit zu imaginieren ist das Hilfsmittel, um in Kontakt mit dieser inneren Weisheit zu kommen. Dabei beeinflussen innere Vorstellungen und Bilder das seelische Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl eines Menschen wesentlich.

Das innere Kind
“Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit …”

In der therapeutischen Arbeit am inneren Kind geht es darum, wieder in Kontakt mit dem Erleben aus der Kindheit und den Phantasien darüber zu kommen. Auf achtsame Weise wird dabei die Fähigkeit entwickelt, sich selbst im Hier und Jetzt die emotionale Zuwendung zu geben, die in der Kindheit gefehlt hat, und so Verletzungen aus der Kindheit zu heilen. Ziel dieser Arbeit ist, eine liebevolle innere Verbindung herzustellen zwischen dem Kind, das man einst war, und dem Erwachsenen, der man jetzt ist. Diese Verbindung stellt eine große Kraftquelle und Ressource dar, da sie wieder den Zugang zu den tiefen Quellen der Freude und der Intuition eröffnet.

Dieser Fachvortrag richtet sich an KollegInnen.

Neben einem geschichtlichen Exkurs zum Begriff des “Inneren Kindes” gehe ich Gedanken und Grundannahmen zur Entstehung aus entwicklungspsychologischer Sicht nach. Es werden verschiedene Konzepte zur Arbeit am inneren Kind in der KIP sowie deren Einsatzmöglichkeiten in der Praxis vorgestellt. Eine Fallvignette rundet den Vortrag ab und veranschaulicht die Wirkung dieser Wiederbegegnung.

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